Sieker
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Die Regenwasserexperten

GEK Brieskower Kanal

Projektziel

Gegenstand des Gewässerentwicklungskonzeptes sind alle Gewässer im Einzugsgebiet des Brieskower Kanals. Dabei handelt es sich um berichtspflichtige Seen (Katja- und Helenesee) sowie mehrere Fließ­gewässer. Die aktuell in ihrem Zustand defizitären Fließgewässer entsprechen nicht den Zielerreichungs­kriterien der EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL), so dass hier ein Handlungsbedarf besteht. Vor diesem Hintergrund hat das Land Brandenburg die Erarbeitung von Entwicklungsmaßnahmen im Rahmen einer Gewässerkonzeption mit Pilotcharakter initiiert.
Ziel der Planungen ist es, Verbesserungsmaßnahmen aus hydromorphologischer Sicht zu erarbeiten.

Projektgebiet

Das Gebiet gestaltet sich heterogen und lässt sich grob in zwei Teilbereiche unterteilen: Die Ziltendorfer Niederung sowie das westlich daran grenzende Teilgebiet. Auch die vorhandenen Defizite der Fließgewässer unterscheiden sich, was wiederum das Erfordernis unterschiedlicher Maßnahmenstra­tegien mit sich bringt. So spielt der massive Ausbauzustand und die flächendeckende Landwirtschafts- Nutzung der Auen die zentrale Rolle für die Planung in der Ziltendorfer Niederung. Demgegenüber sind v. a. Aspekte der Längsdurchgängigkeit sowie touristische Belange am Brieskower Kanal (Teilgebiet West) von Bedeutung. Die vorgesehenen Maßnahmen setzen spezifisch an den im Zuge des GEK herausgearbei­teten Defiziten an.

Methodik

Insgesamt umfasst die Leistung Geländearbeiten wie die Erfassung der Gewässerstrukturgüte, Fließge­wässergeschwindigkeitsmessungen, Bauwerkskartierungen und eine umfangreiche Fotodokumentation. Weiterhin wird durch das Planungsteam eine Defizitanalyse, eine Validierung der Fließgewässertypisierung sowie eine ökologische Maßnahmenplanung vorgenommen, die das Grundkonzept der Planung darstellt. Diese ökologische Maßnahmenplanung wird im Verlauf der weiteren Bearbeitung mit den bestehenden Ristriktionen verschnitten und mit zur integrierten Maßnahmenplanung weiterentwickelt.
Eine Abschätzung der Hochwasserneutralität der vorgesehenen Maßnahmen erfolgt im Rahmen einer hydrologisch-hydraulischen Bewertung. Ein weiterer bedeutsamer Bestandteil der GEK-Bearbeitung ist die aktive Mitwirkung des Planungsteams am Beteiligungsprozess mit den Fachverwaltungen und Betroffenen. Im Rahmen des sogenannten „projektbegleitenden Arbeitskreises" sowie „Regionalen Unterarbeitsgrup­pen (UAG Regio)" werden die Planungsinhalte abgestimmt. Dadurch wird den Vorgaben der WRRL nach transparenten Planungsabläufen Rechnung getragen.

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Projektinformationen

Laufzeit: 2009 - 2011

Ansprechpartner
Dipl.-Ing. Matthias Pallasch
+49 3342 3595-13
m.pallasch[at]sieker.de
Prof. Dr.-Ing. Heiko Sieker
+49 3342 3595-0
h.sieker[at]sieker.de