Sieker
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Die Regenwasserexperten

Umgang mit Regenwasser

Nicht nur in Deutschland auch international ist in den letzten Jahren ein Paradigmenwechsel im Umgang mit Niederschlagsabflüssen aus Siedlungsgebieten zu beobachten. Während früher die „schadlose Ableitung“ im Vordergrund stand, wird heute zunehmend eine dezentrale Bewirtschaftung der Abflüsse angestrebt.

Der Grund für diesen Paradigmenwechsel ist, dass die früher praktizierte, weitgehende Ableitung von Niederschlagsabflüssen über Trenn- oder Mischsysteme zu unübersehbaren Problemen geführt hat:

  • hohe Schmutzbelastung der Gewässer

  • Verschärfung der Abflüsse in Gewässern bei Starkniederschlägen

  • Verringerung der Basisabflüsse in Trockenzeiten

  • Verringerung der Grundwasserneubildung und der Verdunstung, Störung des Wasserhaushaltes

Mit dem Konzept der dezentralen Regenwasserbewirtschaftung steht inzwischen eine Alternative für einen nachhaltigeren Umgang mit dem Regenwasser zur Verfügung. Regenwasserbewirtschaftung steht dabei nicht für ein einzelnes Verfahren, sondern für eine Vielzahl verschiedener Maßnahmen, die entsprechend den örtlichen Bedingungen und Anforderungen ausgewählt und ggf. auch kombiniert werden.

In Deutschland gibt es mittlerweile zahlreiche Beispiele ausgeführter Regenwasserbewirtschaftungsanlagen, die sich am natürlichen Wasserhaushalt orientieren und die Gewässerbelastung auf ein Minimum reduzieren (Sieker et al. 2006). Die dazu notwendigen Technologien wie z. B. Versickerungsanlagen, Mulden-Rigolen-Systeme, Dachbegrünung oder Regenwassernutzungsanlagen sind seit Jahren erprobt.

Entsprechende Technische Regelwerke für Planung, Bau und Betrieb stehen zur Verfügung (z.B. das DWA A138). Auch die gesetzlichen Grundlagen dafür wurden geschaffen.
 
 

Ausbaugrad der Kanalisation zur Regenwasserableitung

Nachteilige Folgen der Regenwasserableitung

Ziele für den Umgang mit Regenwasser

Konzepte zur dezentralen Regenwasserbewirtschaftung

Verschiedene Begriffe für eine Idee

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