Sieker
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Die Regenwasserexperten

Belebte Bodenzone

Anlagen, bei denen das verunreinigte Niederschlagswasser über der Oberbodenpassage mit "belebter Bodenzone" infiltriert, wird können für die Niederschlagsbehandlung sehr gut eingesetzt werden. Als belebte Bodenzone bezeichnet man dabei den mit Mikroorganismen und Kleintieren belebten Oberbodenhorizont.

Die Reinigungsleistung ist im Wesentlichen abhängig von:

  • Infiltrationsgeschwindigkeit in m/s
  • Anteil des organischen Humusmaterials
  • pH-Wert, im neutralen Bereich
  • Anteil Feinmaterial

Bei der Infiltration können neben Grobstoffen vor allem auch Feinstoffe sehr gut zurückgehalten werden. Dabei darf die Infiltrationsgeschwindigkeit auch nicht zu hoch sein. Allerdings darf die Infiltrationsleistung aus hydraulischen Gründen auch nicht zu niedrig sein. Daraus haben sich in der Praxis optimale Infiltrationsleistungen von 1*10-4 m/s bis 1*10-5 m/s herauskristallisiert. Die Kleintiere sorgen hierbei für ein gleichbleibend gutes Bodengefüge.

Für die Reinigungsleistung gegenüber Schadstoffen spielt auch die Flächenbelastung eine wesentliche Rolle. Je geringer diese ist, wie z.B. bei der Flächenversickerung, desto besser ist die Reinigungswirkung der Oberbodenzone. Bei technischen Filtern kann sie wesentlich geringer sein.

Schwermetalle lagern sich bevorzugt in der oberen Bodenzone an, in der sich auch die meisten organischen Anteile befinden. Der Anteil beträgt in dieser Schicht bis zu 10%. Dabei werden dort auch organische Schadstoffe gebunden. Für die Bindungskapazitäten sind sowohl die organischen Anteile des Oberbodens als auch die schluffigen Anteile verantwortlich. Eine wesentliche Rolle für die Bindung spielt die Kationenaustauschkapazität. Diese ist bei organischen Stoffen noch höher als bei Tonmineralen. Am niedrigsten ist diese bei reinen Sanden. Organische Schadstoffe können durch die Mikroorganismen abgebaut werden.

Die Ergebnisse verschiedener Untersuchungen zeigen, dass die belebte Bodenzone hinsichtlich der Versickerungsfähigkeit langfristig stabil bleibt und eine ausreichende Versickerung gewährleistet. Es konnte auch festgestellt werden, dass die pH-Werte der Oberböden auch nach längerfristigem Betrieb im neutralen Bereich bleiben.

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Wegweiser

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Autor
Dr.-Ing. Harald Sommer
+49 3342 3595-16
h.sommer[at]sieker.de