Maßnahmen zur  Regenwasserbewirtschaftung

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RW-Behandlung im Trennsystem

 

Dass unbehandelte Regenwassereinleitungen aus der Trennkanalisation einen maßgeblichen Anteil an der Gewässerverschmutzung haben können, ist trotz der Unsicherheiten über den zeitlichen Verlauf der Konzentrationen und Frachten auch international unstrittig [FIELD, 1993], HAHN [1990]. 

Um den ermittelten Schmutzkonzentrationen und -frachten einen Maßstab gegenüberzustellen und mit dieser Relativierung das Ausmaß der Belastungen durch die Regenwassereinleitungen einer objektiven und anschaulichen Bewertung zuzuführen, haben GÖTTLE [1978] und HEINZMANN [1993] in ihrer Auswertung die Messergebnisse mit Ablaufwerten mechanisch-biologischer Kläranlagen verglichen. Bei dem Vergleich stellte sich heraus, dass insbesondere die abfiltrierbaren Stoffe das größte Verschmutzungspotenzial des Regenwasserabflusses aufweisen. Im Jahresmittel lag die AFS-Fracht des Regenwassers dreimal so hoch wie die des Kläranlagenablaufes. Im Verhältnis dazu sind die Frachten der Nährstoffe und organischen Stoffe im Regenwasser relativ gering. Eine Ausnahme sind die Nitratfrachten. GÖTTLE gibt an, dass jährlich zweimal soviel Nitrat mit dem Regenwasser ins Gewässer gelangt, als theoretisch aus demselben Gebiet über das gereinigte Abwasser. Noch wesentlich gravierender ist die Bedeutung der Regenwasserverschmutzung, wenn man berücksichtigt, dass das Regenwasser stoßweise in das Gewässer fließt. Für einzelne Regenereignisse kann die Fracht der abfiltrierbaren Stoffe mehr als das doppelte der Tagesfracht des Kläranlagen-Rohabwassers betragen. I

Auf den nachfolgenden Seiten werden verschiedene Maßnahmen zur Regenwasserbehandlung im Trennsystem vorgestellt.

 

 

 

 

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